Nach den schwülwarmen Tagen gab es am Vormittag des 30. Mai den erlösenden Regen, der zum Start der Wanderung über die Wildburger Höhe aufhörte. Die Gruppe Mitglieder der Initiative Soonwald e.V. – geführt von Förster a.D. Gernot Albrecht – empfing der Wald am Startpunkt Tiefenbacher Straße/Kohlweg mit herrlich frischer Luft und dem feuchten satten Grün des Mais. Auf stillen Wiesenwegen, gesäumt von altem Baumbestand mit dichtem Nachwuchs wies Gernot Albrecht auf die Bedeutung der hier erkennbaren Biodiversität im noch gesunden Bestand des Naturparks Soonwald hin und gab kenntnisreich Auskunft zu Baumpflanzen und Unterbewuchs. Dann begann ein abenteuerlicher Pfad, der uns zu den Resten der Ruine Wildburg führte, einst mittelalterliche Reichsburg aus dem 12.Jh. Zunächst genutzt als Verwaltungssitz für den Soonwald, dann an die Herzoge von Simmern verkauft und ab dem 16.Jh dem Verfall preisgegeben. Die Anlage – früher auf einer Fläche von 140 auf 100 m – geschützt im Süden durch einen Wall-, im Norden durch einen Ringgraben wird nur auf einem von Gernot Albrecht mitgebrachten Bild sichtbar; vor Ort sieht man nur die alten, mächtigen Felsreste am Graben, die sich die Natur eindrucksvoll zurückerobert. Auf lauschigem Rückweg passierte man noch das wunderbar gelegene alte Forsthaus Wildburg, heute privat von einem ehemaligen Forstamtsleiter bewohnt. Alles in allem ein lohnendes Ziel in unserem schönen, heimatlichen Soonwald!












