Bericht Soonwaldbusfahrt Juni 2026 Wald und Wein

Soonwaldbus

Was verbindet den Wald mit dem Wein? Das galt es herauszufinden bei der zweiten diesjährigenFahrt mit dem Soonwaldbus der Initiative Soonwald e.V..42 Fahrgäste waren gespannt, was mitdem Moderatoren-Team, Dietrich Selzer undElisabeth Ungelenkim Wald und Weinbergzu entdecken ist. Erster Stopp im strahlenden Sonnenschein war eine kurze Wanderungzur Ruine Burg Koppenstein im Soonwald.Am Bergfried mit herrlicher Aussicht, die einige Wagemutige genossen, tauchte man mit Moderator Dietrich Selzerin die Hunsrücker Vergangenheit einstiger mächtiger Grafen von Sponheim und den Schmidtburger Herren ein -bis zur letzten Bewohnerin, dem Gretchen von Koppenstein. Dazu las er  die Sage von der „Jungfrau von Koppenstein“aus dem Buch „Sagenhafter Soonwald“ von Monika Kirschner und Timo Fülber vor. Das Gedicht „Das Koppensteiner Gretchen“wurde auf der Weiterfahrt durch das wunderschöne Kellenbachtal zum Besten gegeben.NächstesZiel war der 8,50 m hoheSkywalk, der über die Klippe desehemaligen Steinbruchs, hoch über dem Nahetal im Ortsteil St.Johannisberg hinausragt.Schon auf der Fahrt hatte Elisabeth Ungelenk die Fahrgäste mit der Geschichte und den technischen Daten auf den Besuch des Skywalks vorbereitet. Nach einem wunderbaren Blick ins Nahetal bei teils heftigem Wind wurde die Stiftskirche St. Johannisberg aus dem 13Jh besichtigt, heute ein Meditationspunkt des Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderweges. Die Moderatorinführte die Gäste in die Geschichte dieses Sakralbaus ein und wies auf die wertvolle Kanzel, die Stummorgel und die 22 schmuckvollen Grabmäler und Schrifttafeln der Dhauner Wild-und Rheingrafen hin.

Nach einer guten Mittagseinkehrim Landhaus St. Johannisberg, ging es entlang der Nahe zum Winzerort Niederhausen, wo die Busgästevon denKultur-und Weinbotschafterinnen Gloria Mathern und Christine Schulte erwartet wurden. Eine Gruppe führteGloria Mathernbei einemSpaziergang durch die Weinberge in die Besonderheiten des Weinbausan der Nahe ein, während Christine Schulte mitder anderen Gruppe die Kirche St. Mathildis besuchte. In dieser besonderen Kirche, die älter ist als der Kölner Dom, erläuterte sie die wunderbar erhaltenen Wandmalereien und erklärte, wie diese -bislang unrestauriert -die Jahrhunderte überstanden haben.

Natürlich durfte anschließenddie Verkostung des guten Naheweins nicht fehlen. Im idyllisch gestalteten Hof des Weinguts Mathern wurden dann auch zwei exzellente Weine getestet. Mit der Erkenntnis, dass Bäume des Waldes wichtigeSchattenspender für die Reben, aber auch ihr Holzfür Weinfässer und Korken eine wichtige Rolle spielen, sowie das Verzehren von Wild des Waldeseine wohlschmeckende Symbiosemit Wein eingehen, hat sich die Frage zu Beginn beantwortet. Der wunderbare Geruch des Waldes und der gute Geschmack des Weines bleiben den Gästen dieser schönen Fahrt in Erinnerung.

Text: D.Selzer/M.Othmer